Nov

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Stop-Motion: Fehlendes Equipment, na und…

Im Rahmen eines Projekts (im Studium) durften wir einen Film in Stop-Motion-Technik „drehen“. Unglücklicherweise hatten wir uns „ungeschickte“ Ziele (u.a. Smarties formen die Welt(karte)) gesetzt und hatten eigentlich nicht das richtige Equipment, aber die Not macht Erfinderisch.

Die Smarties bedingten einen Aufbau in der Waagerechten und schon waren wir beim ersten Problem: Wie konnte die Kamera montiert werden, damit sie Senkrecht von oben die Bilder schiesst? Es musste eine Fläche von DIN A1 eingefangen werden und es stand (nur) mein Gorillapod bzw. mein Stativ zur Verfügung. Na, ne gute Idee?

Im Grunde braucht es nur ein paar Kästen Mineralwasser, die man aufeinander stapelt und darauf das Stativ oben quer mit Klebeband befestigt (der Stabilität wegen sollten es genügend volle Flaschen sein und mit dem Klebeband (am besten nimmt man Gewebeband) sollte man nicht zu sparsam sein).

Damit wir nicht komplett „blind“ arbeiten mussten, kamen wir auf die geniale Idee eine „Projektion“ als Orientierung zu verwenden. Die Variante Beamer war Mangels Beamer (und einer entsprechenden Möglichkeit des Aufstellens/Senkrecht von oben, wie schon bei der Kamera) nicht möglich.

Lösung: Man nehme eine Glasplatte mit dem aufgemalten bzw. ausgedruckten Motiv und beleuchte diese von unten. Einfach, klar… allerdings nicht, wenn das Motiv eine Größe von DIN A1 hat und der Ausdruck zusammengeklebte DIN A4-Seiten sind. Die Ränder sind auf den Bildern sehr störend, und auch das Motiv schimmert leicht durch (auf retuschieren hatten wir zu diesem Zeitpunkt keine Lust). Um nun eine plane/reine weisse Fläche zu bekommen, musste die Rückseite eines Poster aus meiner Sammlung herhalten. Die Glossyoberfläche war allerdings nicht ganz optimal (Reflexionen) und am Ende des Drehs waren deutliche Fett/Zuckerspuren zu sehen (auch auf den Fotos).

Und damit man sich den Aufbau vorstellen kann, hier zwei Bilder (Handycam, die Spiegelreflex hing ja schon in der Luft):

Stop-Motion: Spezialstativ Stop-Motion: Spezialstativ

Da natürlich beim ersten „Drehtag“ nicht alles so geklappt hat wie es sollte, durften wir das Ganze noch ein zweites Mal versuchen (vom zweiten Aufbau gibts leider keine Bilder da war noch mehr Licht im Einsatz bzw. die Fenster abgeklebt + sonstige Schattenquellen wurden mit Hilfe von ehemaligen Regal/Schrankrückwänden eliminiert). Das Poster wurde durch 2 Schichten mattes Papier von der Rolle ersetzt (viel besser!). Wie nicht anders zu erwarten, war das aber auch alles nicht ausreichend, und die Bilder durften am Ende (sehr stark) in Photoshop nachbearbeitet werden (zum Glück läßt sich vieles Automatisieren).

2 Kommentare bis jetzt

  1. Kommentar von Pika:

    Aber das Ergebnis ist doch ganz gelungen oder? Dafür verzichtet man doch gerne einige Wochen auf seinen Esstisch *grml*

  2. Kommentar von Avid:

    Man muss sich nur zu helfen wissen 🙂

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