Dez

23

Avatar: Aufbruch nach Pandora in 3D

Letzten Freitag war es soweit, ich war zum ersten mal in diesem Jahr im Kino. Aufgrund der doch eher hohen Preise, verkneife ich es mir meist Filme im Kino zu schauen, und investiere lieber in meine Blu-ray-Sammlung.

Der Grund ins Kino zu gehen war recht einfach „Avatar: Aufbruch nach Pandora„. 3D und der teuerste Film aller Zeiten, das sollte doch eine erfolgreiche Kombination sein, oder?

Investieren musste ich in dieses Vergnügen 11,70 € (inkl. 50 Cent Reservierungsgebühr und mit Ermässigung durch meinen Studentenausweis, eine „normale“ Karte inkl. Reservierungsgebühr kostete 13,60 €), als kleinen Bonus gab es eine 3D-Brille. Das eingesetzte Verfahren von RealD arbeitet im Grunde mit zirkular polarisiertem Licht (und nur einem Projektor). Aufgrund der Voraussetzung einer speziellen Leinwand für die Reflektion des polarisierten Lichts sind aber wohl hauptsächlich Schutterbrillen im Einsatz, bei denen auch die herkömmliche Leinwand ausreicht. Wie auch immer, modisch gesehen sind die Brillen kein Hit 😉

Zum Film an sich sei gesagt, es ist eine auf einen fremden Planeten verfrachtete Indianerstory (Karl May lässt grüßen) ohne überraschende Wendung oder dergleichen und damit insgesamt etwas mau. Die Actionsequenzen am Ende mit typischen Happy End machen es zumindest zu einem soliden Hollywood-Streifen.

Die 3D-Wirkung ist insgesamt ganz nett und weit besser, als das mir bisher bekannte aus dem Fernsehen mit den Rot-/Grün-Brillen.  Wobei man Avatar aufjedenfall zu gute halten sollte, das die ersten Minuten des Films bewusst ruhig gehalten wurden, um dem Zuschauer genügend Zeit zu geben, sich mit dem 3D-Geschehen vertraut zu machen, bevor es dann in schnellere Bildwechsel und Actionszenen überging. Allerdings wurde man vor dem Film schon mit 3D Trailern zugeballert (nunja). Bei manchen Effekten hatte ich dennoch (trotz Eingewöhnungszeit) etwas Probleme, z.B. Objekte sehr weit im Vordergrund waren eher unscharf (nicht im direkten Fokus, physikalisch also durchaus korrekt), um nicht vom eigentlichen Objekt abzulenken und strapazierten etwas mein Auge (irgendwie wollte ich halt doch alles sehen, und zwar scharf…). Insgesamt fand ich die 3D-Effekte bei Animationssequenzen überzeugender (z.B. bei den schon angesprochenen Trailern, insbesondere zu einem Film in dem es Hamburger regnen soll), als beim „Realfilm“…

Fazit: 3D ganz nett, Film in Ordnung, aber der Preis für eine einfache Kinokarte am Freitag einfach zu hoch. Ich werde also wohl weiter in meine Blu-raysammlung investieren und wer weiss, vll. wird auch bald 3D für zu Hause erschwinglich (Sony und Co arbeiten ja schon dran).

7 Kommentare bis jetzt

  1. Kommentar von scytale:

    Wenn du schon von Polarisierung sprichst, sind das keine Shutterbrillen. Ohne Silberleinwand, ist aber eigentlich die Reflexion zu schlecht bzw. die Polarisierung geht „verloren“. Sieht man der Brille übriens an: sie müsste eine Batterie haben und einen IR-Empfänger.

  2. Kommentar von proog:

    Ich habe eigentlich nur wiedergegeben, was ich zur Technik von RealD gefunden hatte… das sie im Grunde mit zirkular (und nicht linear) polarisiertem Licht arbeiten, aber Ersatzweise auf Shuttertechnik zurückgreifen, wenn die Leinwand des Kinos nicht umgerüstet wurde…

    Mir ist allerdings nicht ganz klar, wie klein die Shuttertechnik in der Brille wirklich sein kann… und zum anderen spricht die Idee der „Einwegbrille“ auch gegen die Shuttertechnik, ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass das kostengünstiger sein könnte als die Leinwand umzurüsten…

    Du warst doch auch schon im „3D“-Kino, was war denn bei euch im Einsatz? bzw. wie hat es dir gefallen?

  3. Kommentar von scytale:

    Dazu habe ich hier etwas geschrieben: http://scytale.org/node/186. Ich hatte mich zunächst von der Beschreibung auf der Kinowebseite auf die falsche Fährte locken lassen. Aber es waren tatsächlich Shutterbrillen. Wenn man den Finger auf den IR-Empfänger gehalten hat, hat auch ein Auge schwarz bekommen können… 😉

  4. Kommentar von proog:

    mmh, hatte jetzt irgendwo gelesen, das fast nur noch die Polbrillen von RealD 3D im Einsatz sind, weil sie bei nem Stückpreis von 0,65€ gegenüber den Konkurrenzprodukten von (Dolby 3D (Interferenzfilter) bzw. XpanD (Shutter)) deutlich günstiger sind…

    Einen nicht ganz uninteressanten Technikvergleich gibt es hier (der Beitrag ist zwar schon von 2008, aber die Technik hat sich noch nicht wirklich geändert/nur die Verbreitungszahlen):

    http://www.heise.de/ct/artikel/3D-2-0-291654.html

  5. Kommentar von proog:

    Und hier noch eine Liste mit aktuellen Zahlen bzgl. der in den Kinos eingesetzten 3D-Verfahren:

    http://www.heise.de/ct/artikel/3D-Kinos-in-Deutschland-Oesterreich-und-der-Schweiz-301476.html

  6. Kommentar von Meine Name? ka XD:

    Sy, aber LOOOOL!Der teuerste Film aller Zeiten? 12 Euro? Das ist ja verdammt billig ( na gut, auch ich kenne den Grund, wieso dass ich die Filme meist in Deutschland schaue ujnd nicht in der Schweiz – doch man merkt auch den Unterschied, zumindest dort wo ich meist gehe. Meiner Meinung nach) Aber 12 Euro und teuer… Naja, kann ich mir nicht vorstellen – klar kann man nicht immer ins Kino 😛
    Aber auf jeden Fall ist Avatar der geilste Film, den ich bis jetzt gesehen habe! Echt zu empfehlen. Geile Story.

  7. Kommentar von proog:

    Mit „teuerster Film aller Zeiten“ waren die Produktionskosten gemeint, wobei auch der Kinopreis für den Film wohl mit einer der höchsten sein dürfte, 3D-Zuschlag + Überlänge… oder gibts noch weitere filmabhängige Zuschläge?

    Was würde es denn in der Schweiz kosten?

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