Archiv für das Schlagwort (Tag): 'Daten'

Apr

28

Wozu sind Bewegungsprofile gut?

Zum Stalken, sicherlich. Zur Verbrechensaufklärung, vielleicht. Zum Aufstellen von Radarfallen?

Nachdem die Tage über die Bewegungsprofile der Smartphone Betriebssysteme (z.B. iOS) diskutiert wurde, reiht sich nun auch ein Navi-Hersteller mit ein. Die bei TomTom via HD Traffic gesammelten Daten werden von der niederländischen Polizei ausgewertet, um Radarfallen gewinnbringender aeh sinnvoller aufzustellen (vgl. Golem.de). Immerhin sind die Daten anonymisiert (wird zumindest behauptet, bzw. die Polizei hat keine Möglichkeit die einzelnen Daten einen Fahrer zuzuordnen), aber dennoch sind die Autofahrer von dieser Datenverwertung nicht gerade begeistert.

Allerdings muss man die Polizei eigentlich auch loben, denn hier hat mal wieder jemand verstanden, das man Daten nicht nur sammeln kann, sondern die Nutzung/Auswertung der Daten („Data Mining“) der wichtigere Part ist und man hier durchaus mal kreativ sein darf. Ob man bei dieser Art der Aufstellung der Radarfallen der ursprünglichen Idee nachkommt und nicht nur den monetären Aspekt im Sinn hat, darüber braucht man wohl nicht zu diskutieren.

Bleibt die Frage, wann springen andere Länder auf diesen Zug auf bzw. welche Navi-/Smartphone-Hersteller spielen da noch mit.

Okt

1

Die Spinnen doch die Briten (British Telecom)

Was muss ich denn da gerade bei Golem.de lesen? „BT startet neuen Test mit Phorm„.

Phorm bietet an, Surfern personalisiert Werbung auszuliefern, indem es deren Nutzungsverhalten auswertet. Das System des Unternehmens analysiert, welche Websites ein Nutzer besucht und nach welchen Begriffen er in Suchmaschinen sucht. Daraus erstellt es ein Profil, zu dem passende Werbung angezeigt wird.

Mein erster Gedanke, die Spinnen doch die Briten… und irgendwie allesamt. Zum Einen natürlich die British Telecom, das sie es überhaupt nocheinmal versucht, zum Anderen die angeblichen Benutzer des neuen Systems.

Ganz doof ist man bei der BT nämlich nicht, diesesmal wird es den Kunden nicht zwangszwischengeschaltet, nein man lädt Kunden zum umbenannten Dienst „Webwasher“ ein und gaukelt ihnen vor, es würde ihrer Sicherheit dienen. Sicherlich, mit dem System lässt sich durchaus vor Phishing warnen, aber die anderen Aspekte, das Datensammeln dürfte für BT definitiv im Vordergrund stehen. Und nach der Erlaubnis der User, darf der komplette Datentransfer „mitgeschnitten“, analysiert und gespeichert werden. Obendrein bekommt man ja als „Bonus“ noch personalisiert Werbung eingeblendet, ob das wirklich ein Vorteil für den Kunden ist?

Welchen wirklichen Vorteil beim Phishing (und genau das ist wohl das einzige Positive am System) das Ganze z.B. gegenüber „simplen“ DNS-basierten Systemen (vgl. OpenDNS) wirklich haben soll, ich weiss es nicht… und dafür soviel an eigenen privaten Daten preiszugeben? Da muss man schon ein enormes Vertrauen in seinen Provider und die beteiligten Dritten haben.

Ich bin einmal gespannt, wann deutsche Provider auf ähnliche Dinge kommen bzw. darüber berichtet wird, das sie derartiges schon längst im Einsatz haben/hatten…

Jun

23

Datenpanne bei Einwohnermeldeämtern…

Kategorie(n): WebWeites - Kommentar schreiben

Mal wieder haben unsere Behörden und Ämter gezeigt, das Datenschutz ein wichtiges Thema ist. Diesesmal haben unsere Einwohnermeldeämter (zumindest ein Teil davon) durch grobe Fahrlässigkeit jedem Zugang zu den Meldedaten gewährt. Bei Spiegel Online ist zu lesen, das nach Informationen des Software Herstellers nur 15 Kommunen betroffen waren, laut dem ARD-Magazin „Report aus München“ waren allerdings bis zu 200 Städte und Gemeinden von der Panne betroffen. Laut Frankfurter Rundschau haben Unbekannte auf Daten der Stadt Potsdam (bin mal gespannt, ob man darüber als Bürger informiert wird) und Kommunen Neuhardenberg und Henningsdorf zugeriffen. Abrufbar waren wohl Daten wie: Familienstand, Geburtsdatum, Religionszugehörigkeit und Passbild.

Vor dem Hintergrund das unser Innenminister/Staat gerne noch mehr Daten über uns sammeln möchte, ist es doch erschreckend wie fahrlässig man doch mit dem Schutz unserer Daten umgeht. Auch das Speichern der im Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung anfallenden Daten bei den Providern sollte nach dem Telekomgate schnellstens überdacht werden. Na Frau Merkel, sollte dieses Thema nicht zur Chefsache gemacht werden?

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