Sep

16

Test: LED Lenser M1 vs. Fenix PD20

[Trigami-Review]

Nach kleineren Problemen beim Versand kamen die Taschenlampen zum Test reichlich verspätet an (aber zum Glück gab es eine Fristverlängerung). Im Paket waren dann wie versprochen die LED Lenser M1 und eine Fenix PD20. Als Bonus hat man noch eine LED Lenser K3 bekommen, die auch schon seit ein paar Tagen die Werbegeschenk-Variante an meinem Schlüsselbund verdrängt hat. Im Test geht es allerdings nur um den Vergleich zwischen der M1 und der PD20.Hier erst einmal ein paar Fotos vom Auspacken:

LED Lenser M1 vs Fenix PD20: Auspacken LED Lenser M1 vs Fenix PD20: Auspacken LED Lenser M1 vs Fenix PD20: Auspacken

Lieferumfang

LED Lenser M1

  • LED Lenser M1
  • Holster/Schutzetui aus robustem Nylon (inkl. kleinem Karabiner)
  • Handschlaufe
  • CR123A Batterie
  • Anleitung in deutscher Sprache (+ weitere Sprachen)
  • SmartCard
  • Werbung für weitere Produkte

LED Lenser M1 - Lieferumfang LED Lenser M1 - Lieferumfang LED Lenser M1 - Lieferumfang

Fenix PD20

  • Taschenlampe
  • Holster/Schutzhülle (inkl. kleinem Karabiner)
  • Handschlaufe
  • Bedienungsanleitung (nur in Englisch)
  • Garantie-Karte
  • Werbung für weitere Produkte
  • Zwei Ersatzdichtungsringe + eine Ersatzdruckknopfkappe

Fenix PD20 - Lieferumfang Fenix PD20 - Lieferumfang Fenix PD20 - Lieferumfang

Zwischenfazit

Unentschieden mit leichten Vorteilen für die M1 (Batterie, deutsche Anleitung).

Technische Daten

LED Lenser M1

  • Länge: 97 x 23,6 mm
  • Gewicht: 77g mit Batterie und Schlaufe
  • Lichtstärke: 190 Lumen, 155 Lumen (3h), 60 Lumen (6h 30Min)
  • Maximale Erwärmung: 31-33°
  • Fokussierung: Speed Focus-Schiebesystem
  • Lichtfunktionen: Energiesparmodus, volle Leistung, Stroboskop
  • LED: Cree LED
  • Sonstiges: Mikrochip gesteuert

Fenix PD20

  • Länge: 88 x 21,5 mm
  • Gewicht: 58g mit Batterie und Schlaufe
  • Lichtstärke: 180 Lumen (1h)-Stroboskop, 94 Lumen (2.6h)-SOS, 47 Lumen (6.5h) und 9 Lumen (35h)
  • Maximale Erwärmung: 55-60°
  • Lichtfunktionen: 2 Modi (Turbo + Normalmodus) mit insgesamt 6 verschiedene Einstellungen (verschiedene Lichtstärken, Stroboskop und SOS)
  • Fokussierung: Fest eingestellter Fokus
  • LED: Cree Q5 LED
  • Sonstiges: Mikrochip gesteuert

Zwischenfazit

Hier gibt es kleinere Unterschiede, die je nach Einsatzzweck von Vorteil sein können. Bei beiden Taschenlampen ist die LED durch einen Mikrocontroller gesteuert (z.B. automatische Absenkung der Lichtleistung/Optimierung des Energieverbrauchs). Die PD20 ist etwas kleiner und leichter als die M1, ob das nun wirklich ein Vorteil ist? Ich weiss es nicht. Ein nettes Feature der Fenix PD20 ist der SOS-Modus (man muss also den Morsecode nicht kennen, sondern nur den entsprechenden Modus auswählen), ob man ihn allerdings wirklich braucht?

Erster Eindruck

Beide Taschenlampen hinterlassen hochwertigen Eindruck und sind solide verarbeitet (Goldkontakte). Die Fenix PD20 ist etwas kantiger, liegt dadurch aber nicht schlechter in der Hand und bietet durch ihre Bauweise einen kleinen Vorteil: Man kann sie hochkant auf den stellen um einen Raum auszuleuchten (man sollte sie allerdings so aufstellen das man nicht direkt in sie hineinschaut, die Lichtstärke reicht eigentlich für eine indirekte Beleuchtung) und sie rollt nicht so leicht weg. Optisch hat die M1 vll. etwas mehr zu bieten, sie ist vom Design mehr auf Lifestyle getrimmt (titanfarbener Ring am Lampenkopf).

Bedienung

In Sachen Bedienung reicht bei der M1 ausprobieren um alle 3 Modi’s (Normal, Energiesparen und Stroboskop) herauszufinden und auch das Fokussieren ist selbsterklärend (beides funktioniert problemlos mit einer Hand). Die unterschiedlichen Modi erreicht man durch entsprechendes antippen bzw. drücken des Tasters. Wie gesagt, funktioniert wunderbar durch probieren/sprich man drückt einfach solange bis man den gewünschten Modi erreicht hat, und für Notfälle gibt es ja noch die SmartCard zum nachschauen. Den Turbomodus vernachlässige ich hier, da er nur die ersten 5 Sekunden nach dem Einschalten funktioniert (ca 190 Lumen).

Bei der Fenix PD20 konnte ich anfangs nur zwischen 2 Modis umschalten (via Schalter). Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet das man den Lampenkopf für das Umschalten zwischen Normal- und Energiesparmodus drehen muss, insbesondere auch, weil man sowohl den Lampenkopf, als auch die Endkappe abschrauben kann. Was ich zuvor beim Batterieeinlegen auch schon getan hatte ;) Das Umschalten der Modi via Schalter funktioniert mit einer Hand, das drehen für den Wechsel zwischen Energiespar- und Normalmodus habe ich nicht mit einer Hand hinbekommen (zu schwergängig bzw. bietet das Gehäuse zu wenig Halt).

Lichtstärke

Für den Vergleich der Lichtstärke habe ich noch eine weitere Lampe zum Test hinzugezogen, eine Maglite 6D (nicht LED). Da ein Bild viel mehr sagt als Tausend Worte, will ich hier Bilder sprechen lassen.

Normalmodus (M1 größter Lichtkreis, M1 zentraler Fokus, Fenix PD20, Maglite 6D zentraler Fokus):

Lichtstärke: M1 - Normalmodus - größter Lichtkreis Lichtstärke: M1 - Normalmodus - Zentraler Fokus Lichtstärke: PD20 - Normalmodus Lichtstärke: Maglite 6D - zentraler Fokus

Energiesparmodus (M1 größter Lichtkreis, M1 zentraler Fokus, Fenix PD20 (47Lumen), Maglite 6D größter Lichtkreis):

Lichttest: M1 - Energiesparmodus - größter Lichtkreis Lichttest: M1 - Energiesparmodus - zentraler Fokus Lichttest: PD20 - Energiesparmodus Lichttest: Maglite 6D - größter Lichtkreis

Zwischenfazit

Insgesamt wirkt die M1 im Normalmodus und bei zentralem Fokus etwas heller als die PD20, was wohl auch am gefühlt etwas “weißeren” Licht liegen mag. Das Ergebnis verwundert etwas, da laut den technischen Daten die PD20 eigentlich heller sein sollte. Was man allerdings sehr deutlich sieht, die Maglite 6D hat trotz 6 Monozellen (vs eine 3V-Batterie) nicht die geringste Chance (dafür hat sie ja andere Qualitäten, offiziell gibt es für sie leider kein LED-Umrüstkit), und da sage noch einer “auf die Größe und nicht die Technik komme es an”.

Im Energiesparmodus wirkt die PD20 (47 Lumen) etwas heller, zumindest findet eine bessere Ausleuchtung statt (zentraler Fokus bei der M1, nach den technischen Daten hätte ich es andersherum erwartet). Zu erwähnen sei vll. noch, das die PD20 unterschiedliche Energiesparmodi hat (9, 47 und 94 Lumen), ob der Vergleichbarkeit hatte ich mich für den 47 Lumen-Modus beim Test entschieden.

Stellt man den Fokus der M1 allerdings auf den größten Lichtkreis (sowohl Normal- als auch Energiesparmodus), so ändert sich das Bild deutlich. Das zentrale Objekt wird deutlich schwächer angestrahlt, dafür nimmt die Ausleuchtung der Umgebung deutlich zu (sieht man auf den Fotos nicht so gut). Der einstellbare Fokus gibt einem dadurch einen größeren Spielraum für den Einsatz, und erlaubt einem sozusagen auch ein leichtes Abblenden.

Praxiseinsatz

Einem ersten wirklichen Praxiseinsatz gab es bei uns die Tage im Keller (leider ist der Bewegungsmelder dort nicht wirklich vorteilhaft angebracht und so steht man häufiger mal im Dunkeln und die Beleuchtung ist auch nur für den Gang). In der Regel kam nur der Energiesparmodus zum Einsatz, die Helligkeit reichte völlig aus und man will ja den ganzen Dreck nicht wirklich sehen ;)

Ansonsten sind die beiden hochleistungs LED Taschenlampen ob ihrer Größe und ihres Gewichts natürlich ein super Begleiter, man kann sie z.B. immer im Rucksack/Tasche haben und ist für den Fall der Fälle gerüstet.

Fazit

Insgesamt würde ich mir – nach diesem Test – eine neue LED Taschenlampe wünschen, die die Stärken der Beiden in nur einer Taschenlampe vereint. Aber wie so häufig kann man nicht alles haben, und auch manches was mir gefällt (oder nicht gefällt) wird von anderen Personen nicht ebenso empfunden.

Auf der Proseite stehen definitiv der einstellbare Fokus der M1, der Lieferumfang der M1 (inkl. Batterie), die Bauweise der PD20 und die vielen Funktionen der PD20 (z.B. SOS).

Als Schwäche würde ich eindeutig den Batterietyp ansehen (nicht gerade billig/ist aber bei beiden Lampen das gleiche Problem), wobei hier eindeutig versucht wurde möglichst viel Leistung bei kleinstmöglicher Bausweise/Gewicht zu erreichen. Auf der Contraseite stehen des weiteren noch die Wärmeentwicklung (bei der PD20 stärker), die Bauweise der M1 (wegrollen).

Doch welche ist nun besser? Schwierige Frage, ich würde sagen, man sollte die Entscheidung je nach Einsatzgebiet/Zweck selbst treffen.

Achja einen Punkt auf der Habenseite der M1 hatte ich bisher vergessen zu erwähnen, die Seriennummer 001 007!

Für weitere Informationen zu den Taschenlampen von Zweibrüder Optoelectronics und den Gedankenaustausch gibt es ein Forum.

Und weitere Reviews gibts es in den folgenden Blogs: Die Datenküche, Alles2Null, Knuts Blog, Genes Lebenswerk, Early Adopter, Matti’s WoW Blog, Grundlagen Computer, Trendtester, Geckos-Geocaching, My LifeStyle Blog, Captain Obvious, Blog-abfertigung, Endl.de Weblog, © Monsieur Fischer, Weser-BlogStoiBär, Der RATZINGERONLINE-Blog, Meine Blog Gedanken, Das Freiluft Blog

7 Kommentare bis jetzt

  1. Kommentar von Dominik T. Ratzinger:

    Sehr toll geschrieben,
    ein wenig besser, als meine Rezension. Leider hat die Fenix bei mir gar nicht funktioniert…

    Danke für Trackback.

    Gruß,
    Dominik

  2. Kommentar von proog:

    Das mit der PD20 bei dir ist ja ärgerlich, zumal sie auch gar nicht so schlecht ist ;)

    Ich hoffe mal, das meine 3 Taschenlampen noch ne ganze Weile durchhalten… ansonsten muss meine Maglite wohl doch noch irgendwann auf LED umgebaut werden ;)

  3. Kommentar von Leser:

    Die Wärmeentwicklung der Fenix ist ganz sicherlich kein Contra-Argument, sondern im Gegenteil gut – LEDs reagieren sehr empfindlich auf die Hitze, die sie selbst produzieren.

    Wird die Lampe also warm, bleibt die LED kühl. Wird die Lampe nicht warm, brät anscheinend die LED. Hat LED-Lenser an der Konstruktion gespart und will das mit der Automatik-Dimmfunktion noch untermauern?

    Unabhänging von LL: Wird eine LED-Lampe warm, zeigt dass nur, dass die äußerst wichtige Wärmeableitung gut funktioniert.

  4. Kommentar von proog:

    mmh, ist n argument über das ich so noch nicht nachgedacht hatte… allerdings hatte ich das insgesamt (also für beide lampen) als negativpunkt aufgeführt, weil es ungeschickt ist, wenn die lampe zu heiss wird…

    (nur mal so zum spekulieren, die lampe ansich muss nicht allzuwarm werden, selbst wenn viel wärme abgeführt wird. es bedarf nur eines ausgeklügelten systems zur schneller wärmeabfuhr an die umgebung und für den anfang wärs ja schon ausreichend, wenn die “grifffläche” nicht zu warm wird…)

  5. Kommentar von derhenry:

    Ich brauch auch mal wieder ne neue Lampe. Die P7 oder T7 soll ja gut sein…
    Mal was anderes: Welche Gallerie nutzt Du hier, dass die Bilder so cool aufpoppen?

  6. Kommentar von proog:

    Die Bilder sind ganz normal (ohne Extras/Mediathek) in WordPress hochgeladen und werden durch mein Plugin Floatbox Plus automatisch für Floatbox angepasst, was dann für den aufpoppen-Effekt sorgt.

  7. Kommentar von MTBler:

    Habe zwei P7 aus Honkong an meinem MTB , die sind super. Ne andere ist war nach dem einschalten sofort kaputt gegangen. Na ja man steckt eben nicht drinn in den dingern.

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